Der Vorsitzende der Linksfraktion im Deutschen Bundestag bekam jüngst Post aus Bonn. Gemeinsam mit dem Sprecher der Bonner LINKEN, dem Stadtverordneten Jürgen Repschläger, habe ich mich an Dr. Gregor Gysi gewandt. Anlass war eine jüngste Initiative der Linksfraktion im Bundestag zur Aufhebung des Bonn-Berlin-Gesetzes. In unserem Schreiben warben wir für die Regierungsteilung zwischen Bonn und Berlin als zukunftsfähige Struktur.
Wir sind der Auffassung, dass insbesondere die Interessen der vielen Bundesbeschäftigen in Bonn für DIE LINKE maßgeblich sein sollten. Und hier ist die Position klar: Die Menschen und ihre Familien sind in Bonn und dem Rheinland zu Hause und wollen die Entwurzelung Richtung Berlin nicht. Davon abgesehen sprechen auch die nackten Zahlen gegen den Komplettumzug: Die Regierungsteilung kostet im Jahr rund 10 Mio. Euro. Dem stehen Umzugskosten in Milliardenhöhe gegenüber – dem Bundesrechnungshof wird gar die Prognose von 5 Mrd. Euro zugeschrieben. Gysi hat zwischenzeitlich geantwortet und unser Schreiben interessiert aufgenommen. Er hat jetzt veranlasst, dass unser Brief an alle 76 MdBs der Linksfraktion als Beitrag zur Diskussion weitergeleitet wird. Wir hoffen, dass auf diesem Weg die guten Argumente für Bonn auch innerhalb der LINKEN auf Bundeseben stärkere Berücksichtigung finden. Dafür machen wir uns jedenfalls auch in Zukunft nach Kräften stark. Hier gehts zu unserem Schreiben und hier zu einer Presseerklärung von mir zum Thema.
PS: Quelle und Copyright des obigen Bildes: Thorben Wengert, www.pixelio.de